Das Wichtigste in Kürze

  • „Ich muss doch funktionieren“ ist kein Charakterfehler, sondern eine sinnvolle Reaktion auf einen Alltag, der zu wenig abfedert.
  • Eltern sensibler, gefühlsstarker und neurodivergenter Kinder tragen viele Aufgaben, die von aussen niemand sieht: Vorausdenken, Anpassen, Co-Regulieren, Termine, Erklären.
  • Ein Zeichen dafür, dass nur noch das Funktionieren läuft: Pausen fühlen sich unangenehmer an als der volle Tag.
  • „Sorg besser für dich“ hilft wenig, weil es eine weitere Aufgabe auf eine schon zu lange Liste legt.
  • Spielraum entsteht durch weniger Anforderung im ganzen System, nicht durch bessere Organisation.

"Ich muss doch funktionieren", "eine muss sich ja darum kümmern", "sonst machts ja keiner" - solche Sätze höre ich sehr oft von Müttern und denke/sage sie auch selbst. Doch ist das so? Muss ich wirklich?

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In dieser Podcastfolge geht es genau darum und ums Mama-Burnout, daran bin ich mal vorbeigeschlittert und ganz vielen Müttern geht es genau so.

Wo bei dir die Anforderungen kleiner werden könnten, lässt sich von aussen oft schneller sehen als von innen. In einer Einzelsession schauen wir gemeinsam auf deinen Alltag und darauf, was du abgeben oder weglassen kannst. Wenn dir Schreiben leichter fällt als ein Termin, begleite ich dich auch in der Flexiblen Begleitung per Nachricht oder Sprachnachricht.

Häufige Fragen

Funktionieren geht lange gut und hört meistens abrupt auf. „Dein Gelassenheits-Kompass“ macht den Punkt davor sichtbar und liegt kostenlos bei den kleinen Hilfen für den Alltag.

Was bedeutet „funktionieren“ bei Eltern?

Funktionieren heisst, den Alltag weiter am Laufen zu halten, obwohl die eigenen Signale längst etwas anderes sagen. Die Wahrnehmung für Hunger, Müdigkeit und eigene Bedürfnisse wird dabei leiser, weil sie im Moment stören würde. Kurzfristig ist das eine nützliche Fähigkeit, dauerhaft wird daraus ein Zustand, der zehrt.

Was kann ich tun, wenn ich nur noch funktioniere?

Der wirksamste Hebel ist nicht mehr Disziplin, sondern weniger Anforderung. Eine Aufgabe ganz abgeben, die Ansprüche an einer unsichtbaren Stelle senken, die Übergänge im Tag entzerren. Kleine Änderungen, die verlässlich stattfinden, bringen mehr als ein grosser Vorsatz, der nach zwei Wochen wieder versandet.

Ist Funktionieren dasselbe wie ein Burnout?

Nein. Funktionieren ist ein Modus, ein Burnout ist ein ernstzunehmender Erschöpfungszustand mit eigenen Anzeichen. Funktionieren über lange Zeit kann allerdings dorthin führen, und deshalb lohnt es sich, die Anzeichen zu kennen, statt zu warten, bis nichts mehr geht.

Warum sind Eltern neurodivergenter Kinder besonders betroffen?

Weil ihr Alltag viele zusätzliche Aufgaben enthält, die von aussen niemand sieht: Vorausdenken, Anpassen, Co-Regulieren, Termine bei Fachstellen, Gespräche mit der Schule. Dazu kommt, dass Betreuung schwerer abzugeben ist, wenn ein Kind nicht mit jeder Person klarkommt.

Bin ich egoistisch, wenn ich weniger mache?

Nein. Ein Kind reguliert sich vor allem über Beziehung, und eine Beziehung trägt nur so weit, wie du selbst getragen bist. Weniger zu machen ist keine Entziehung von Fürsorge, sondern die Voraussetzung dafür, dass überhaupt etwas von dir übrig bleibt.

Wie bekomme ich im Elternalltag wieder mehr Energie?

Mit kleinen Schritten, die in einen vollen Tag passen. Wer den ganzen Tag ein zweites Nervensystem mitreguliert, braucht selbst mehr Erholung, als im Alltag Platz hat.

Genau dafür habe ich den Selbstlernkurs „Kraftvoll gelassen“ gebaut: 28 Tage mit kurzen Impulsen von 5 bis 10 Minuten, dazu Videos, Audios und jede Woche ein Workbook. Du merkst früher, wann es bei dir eng wird. Du kennst deine Energiequellen und deine Energieräuber und hast wieder mehr Kapazität für dich und dein Kind. Starten kannst du jederzeit.

Welches Angebot zu dir passt, klären wir auch gerne per Mail. Unter hallo@goniboller.ch erreichst du mich direkt mit ein paar Sätzen zu dem, was euch gerade beschäftigt.