Dein (möglicherweise) neurodivergentes Kind einfühlsam und verständnisvoll begleiten

Kind malt - ist es anders?

Die Tipps, die du in diesen Artikeln findest sind häufig generell für Kinder, die "anders verdrahtet" sind hilfreich, da sich viele Besonderheiten überschneiden zwischen verschiedenen Neurodivergenzen, Gefühlsstärke, Hochsensibilität, usw. Hinzu kommt, dass die Ideen und das Wissen dazu, wie wir gut mit unseren Kindern umgehen können, allen Kindern zugute kommen. Auch Dinge wie genug Bewegung, klare Übergänge, Mitbestimmung, weniger Reize, mehr Zeit kommen allen zugute. Neurodivergente Kinder zeigen nur früher, deutlicher und heftiger, wenn etwas davon fehlt. Sie sind wie der Kanarienvogel im Bergwerk (der anzeigt, wenn die Luft schlecht wird, bevor die anderen es merken).

Dein Kind scheint irgendwie „anders“ oder „besonders“ zu sein. Es nimmt die Welt auf seine ganz eigene Weise wahr, reagiert oft nicht so, wie es viele erwarten würden, und bewegt sich vielleicht abseits dessen, was als „normal“ gilt. Es kann intensiver fühlen, Gedanken auf unkonventionelle Weise verknüpfen oder ungewöhnliche Interessen und Begabungen zeigen. Manche Situationen meistert es spielend, andere bringen es (und  damit vielleicht auch dich) an die Grenze.

Dieses „Anderssein“ kann viele Formen haben. Manche Kinder sind besonders aufmerksamkeitsstark oder kreativ, andere denken blitzschnell oder nehmen Details wahr, die anderen entgehen. Wieder andere verarbeiten Reize intensiver, sind sehr aktiv oder brauchen viel Raum für ihre eigene Art, zu lernen und sich auszudrücken.

Fachlich spricht man in solchen Fällen von Neurodivergenz. Das heisst, das Denken, Fühlen oder Verhalten deines Kindes weicht von dem ab, was bei der Mehrheit üblich ist. Vielleicht hast du auch schon von Neurodiversität gehört, das beschreibt die natürlichen Vielfalt, wie menschliche Gehirne arbeiten können. Die Neurodivergenz ist Teil davon - also auch eine völlig normale Ausprägung des menschlichen Gehirns. Zur Neurodivergenz zählen unter anderem: ADHS, Autismus, Hochbegabung, Hochsensibilität, Dyslexie, Dyskalkulie, Dyspraxie, Tourette, sensorische Verarbeitungsbesonderheiten oder auch Mischformen und ganz eigene Ausprägungen, die sich keiner klaren Kategorie zuordnen lassen.

Vielleicht hast du schon eine fachliche Einschätzung oder Diagnose für dein Kind. Vielleicht hast du eine leise Vermutung. Oder du möchtest gar keine Schubladen, sondern einfach verstehen, wie dein Kind tickt, und es so begleiten, dass es sich gesehen, verstanden und gestärkt fühlt.

Du findest in den Blogartikeln zum Thema "neurodivergentes Kind begleiten":

  • Hintergrundwissen zu ADHS, Autismus, PDA, Hochsensibilität und Hochbegabung, und was dabei im Gehirn eigentlich passiert
  • Besonderheiten von neurodivergenten, gefühlsstarken, wilden und besonders sensiblen Kindern werden aufgeschlüsselt: Autonomiebedürfnis, intensive Gefühle, Reizverarbeitung, Mühe mit Übergängen, Hyperfokus und Sonderinteressen, ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, Masking und die Erschöpfung nach der Schule
  • Ideen, Beispiele und ganz viel Erfahrung aus der Begleitung von Eltern von neurodivergenten Kindern. Denn es geht nicht nur euch so, viele andere Eltern erleben ähnliches.
  • Anregungen für die Alltagsknackpunkte, also Übergänge, der Morgen, die Türschwelle nach der Schule, Zähneputzen, Einschlafen
  • Ideen für Schule und Umfeld, auch dann, wenn es dort gerade richtig schwierig ist
  • Wege, für dein Kind einzustehen, ohne dich dabei aufzureiben

Was du hier nicht findest:

  • Neurodivergenz als Superkraft, denn das erzeugt eine Erwartung, die niemand einlösen muss, und blendet aus, dass es auch anstrengend ist.
  • Versprechen, dass sich das mit der richtigen Ernährung oder Methode auswächst.
  • Und Ratschläge für neurotypische Kinder, die einfach cleverer verpackt oder lauter wiederholt werden, bis sie angeblich auch bei deinem Kind funktionieren.

Die Inhalte verbinden wissenschaftlich fundiertes Wissen aus Neurodivergenz-Forschung, Entwicklungspsychologie und Pädagogik mit praxiserprobten Ideen aus meiner Arbeit mit Familien und meinen eigenen Erfahrungen als neurodivergente Mutter von zwei neurodivergenten Kindern.

Hier findest du keine starren Rezepte, sondern konkrete, alltagstaugliche Anregungen, die euch helfen, euren eigenen Weg zu gehen. Damit du dich sicherer fühlst, die Einzigartigkeit deines Kindes anzunehmen und ihr als Familie mehr Verständnis, Verbindung und Freude erlebt.

Wenn du nicht weisst, wo du anfangen sollst: Starte mit Neurodivergenzen verstehen, dann mit dem Artikel zu ADHS, Autismus, PDA oder Hochsensibilität, je nachdem, wo du dein Kind siehst, und danach mit Erziehungsmethoden, die zum Kind passen.

Mehr zum Thema steht unter Selbstregulation und starke Gefühle, und wenn du selbst gerade nicht mehr kannst, hilft Wenn du nicht mehr kannst weiter. Wer lieber hört als liest: Im Podcast Herausforderung bedürfnisstark sprechen Céline und ich über genau diese Themen.