Das Wichtigste in Kürze
- Der Gedanke „ich kann mein Kind nicht mehr ertragen“ ist unter Eltern weit verbreitet und sagt nichts darüber aus, wie sehr du dein Kind liebst.
- Er meldet, dass deine Belastungsgrenze erreicht ist. Unter Stress sind wir weniger feinfühlig, dadurch gibt es mehr Konflikte, und der Kreis schliesst sich.
- Genervtsein ist erlaubt und hat eine Aufgabe. Dahinter stecken meist unerfüllte Bedürfnisse, überschrittene Grenzen oder alte Verletzungen.
- Zurück in die Verbindung geht es über viele kleine Schritte, nicht über einen grossen: Energie tanken, Nähe zulassen, ehrlich sein, mehr Zeit einplanen, den Blick auf das Gute richten.
- Bleibt der Gedanke über Wochen, braucht es mehr als Selbsthilfe. Hilfe zu holen ist kein Versagen.
Es ist einer dieser Morgen. Schon beim Anziehen geht es los: Dein Kind schreit, wirft die Kleider durch den Flur, trödelt endlos. Jede Kleinigkeit wird zum Drama. Beim Frühstück das nächste Gemotze, dann wieder ein Wutanfall.
Du spürst, wie es in dir brodelt. Und plötzlich ist er da, dieser Gedanke: „Ich kann mein Kind gerade nicht mehr ertragen." Sofort folgt die Scham. „Wie kann ich nur so denken? Ich liebe mein Kind doch!"
Vielleicht hilft es dir zu wissen: Es geht nicht nur dir so und viele Eltern kennen ähnliche Gedanken. Gerade Eltern von hochsensiblen, gefühlsstarken oder neurodivergenten Kindern kennen diese Achterbahn zwischen riesiger Liebe und massiver Überforderung.
Ich persönlich kenne solche Gefühle auch. Nicht nur im Umgang mit Kindern, sondern in allen nahen Beziehungen. Und ich habe gelernt: Diese Ambivalenz ist zutiefst menschlich.

Gleichzeitig ist diese Ambivalenz der Gefühle auszuhalten für viele Eltern eine grosse Herausforderung. Auch ich kenne gemischte Gefühle im Umgang mit den Kindern und auch in völlig anderen Situationen.
In welchen Momenten denkst du: "Ich kann mein Kind nicht mehr ertragen"?
Viele Eltern schämen sich für solche Gedanken und/oder fühlen sich schuldig.
Geht es anderen Eltern auch so?
Oder sind die anderen Kinder vielleicht unkomplizierter?
Gerne möchten wir Eltern geduldig und gelassen mit unseren Kindern sein. Wir möchten sie möglichst liebevoll begleiten und ihnen geben, was sie brauchen. Wir möchten ihnen bedingungslose Liebe schenken und empathisch sein.

Doch wenn es wegen jeder Kleinigkeit kracht, dann klappt das einfach nicht.
Wusstest du, dass wir weniger feinfühlig sein können, wenn wir gestresst sind? Und ich bin ziemlich sicher, dass die meisten Eltern gestresst sind, wenn sie ihr Kind gerade nicht ertragen zu können.
Fehlt die Empathie können wir die Kinder nicht so gut begleiten, es gibt mehr Konflikte, die wir schwerer lösen können. Auch bricht eher die Verbindung zum Kind ab, wir erreichen es nicht mehr und es wird noch weniger kooperieren.
So rutschen wir in einen Teufelskreis, die Energie fehlt und das Verhalten des Kindes wird noch unerträglicher.
Praktischer Impuls:
Halte kurz inne und lausche in dich hinein. Am einfachsten klappt das in einem ruhigen Moment, zum Beispiel abends.
- Was sagst du in den stressigen Momenten, wo du das Gefühl hast, dein Kind nicht mehr zu ertragen, zu dir selbst?
- Wie gehst du mit dir um?
- Bist du dir gegenüber feinfühlig oder vielleicht auch eher streng?
- Kannst du dich selbst in solchen Momenten ertragen?
- Vielleicht machst du dir Vorwürfe oder hast ein schlechtes Gewissen.
- Es kann auch sein, dass du deinen Kindern die Schuld dafür gibst, dass du nun genervt bist. Denkst du in solchen Momenten, du dürftest nicht genervt sein und siehst es als Schwäche?
Schenke dir nun erst mal ganz viel Mitgefühl. Es ist ok.
Genervtsein ist voll ok
Genervtsein fühlt sich zwar doof an, ist aber völlig okay. Denn es hat eine wichtige Funktion.
Das Genervtsein informiert uns, dass etwas nicht in Ordnung ist und uns etwas stört. Es veranlasst uns dazu, etwas zu unternehmen.
Was sagt dir wohl dein Genervtsein?
Vielleicht hast du
- deinen Bedürfnissen zu wenig Beachtung geschenkt,
- viel zu viel um die Ohren und brauchst Unterstützung,
- deine Grenzen nicht gewahrt,
- hinderliche Glaubenssätze, die im Wege stehen.
Eine Mama hat im Coaching erkannt, dass sie jeweils dann genervt ist und das Gefühl hat, ihr Kind nicht mehr ertragen zu können, wenn sie sich unwichtig fühlt. Sie empfindet es so, als ob ihrer Familie egal ist, was sie denkt.
Nun spürt sie in solchen Situationen die Ohnmacht von damals, als sie sich als Kind unverstanden und unwichtig gefühlt hat.
Sie empfindet dann eine Mischung aus Traurigkeit, Wut und Verunsicherung. Kein Wunder, dass sie sich nicht mehr mit ihren Kindern verbunden fühlt.
In unserer Zusammenarbeit gelang es ihr, diese Empfindungen und Gedanken zu verändern. Dies hatte zur Folge, dass sie wieder in Verbindung gekommen ist und die Zeit mit ihrer Familie nun wieder geniessen kann.
Was hinter deiner Genervtheit steckt, schauen wir in einer Kurz-Session gemeinsam an.
Gründe für diese Genervtheit
- Unerfüllte Erwartungen: Wenn unsere Erwartungen enttäuscht werden, reagieren wir genervt. Wir tragen ein Vorstellung in uns, wie die Welt zu sein hat. Ist sie anders, dann tun wir uns damit schwer. Sind wir über unsere Kinder genervt, kann es sein, dass wir bestimmte Ansprüche an sie haben, welche sie nicht erfüllen.
- Überlastung: Du machst du viel, schläfst zu wenig, hast zu wenig Unterstützung und kommst nie zur Ruhe.
- Verletzte Werte: Wenn wir entgegen unserer wichtigsten Werte handeln oder andere unsere Werte verletzen, kann dies starke Ablehnung in uns auslösen.
- Alte Verletzungen: Erlebnisse und Erfahrungen aus der eigenen Kindheit, die noch geheilt werden möchten, haben einen grossen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Wenn dich bestimmte Situationen immer wieder triggern, könnte dahinter eine alte Wunde liegen.

- Überschrittene Grenzen: Werden unsere Grenzen überschritten, kann uns das ganz schön wütend machen. Dies geschieht oft, weil wir nie gelernt haben, wie wir diese erkennen und schützen können.
- Unerfüllte Bedürfnisse: Erfüllst du die Bedürfnisse aller Familienmitglieder, nur deine nicht, ist das ein riesiger Frust. Auch wenn du dich der Bedürfnisse anderer annimmst, so müssen sie im Gegenzug nicht auch deine Bedürfnisse erfüllen. Du bist ganz allein für die Erfüllung deiner Bedürfnisse zuständig.
- Unterdrückte Emotionen: Viele Eltern unserer Generation haben in ihrer Kindheit gelernt, ihre "negativen" Gefühle zu unterdrücken. Das kann uns heute zu schaffen machen, weil wir die entsprechenden Emotionen unserer Kinder nicht gut ertragen können und weil sich die Emotionen dann andere Wege suchen, um an die Oberfläche zu kommen.
Manchmal liegt der Grund auch darin, wie das Nervensystem deines Kindes arbeitet. Wenn dich die Frage umtreibt, warum dein Kind so schwierig ist, lohnt sich der Blick dahinter. Und wenn dein Kind bei fast jeder Anforderung dichtmacht, auch bei Dingen, die es eigentlich mag, kann ein sehr starkes Bedürfnis nach Selbstbestimmung dahinterstecken.
Kinder können unsere Spiegel sein

Was denkst du, wenn dein Kind genervt ist?
„Jetzt hab dich nicht so, war doch gar nicht so schlimm.“
„So verhält man sich nicht, man soll nett sein mit den Mitmenschen.“
„Jetzt zickt doch nicht so rum, eh!“
Hast du schon mal so was zu deinem Kind gesagt oder dir einen solchen Satz gedacht?
Sagst du diesen Satz auch zu dir selbst, wenn du genervt bist?
Wenn du diesen Punkt künftig früher bemerken willst, hilft dir „Dein Gelassenheits-Kompass“. Das ist ein Workbook nach dem Ampel-Prinzip, mit dem du deine eigenen Vorzeichen sammelst. Es liegt kostenlos bei den kleinen Hilfen für den Alltag, und für die Momente, in denen es schon rot ist, findest du dort auch „Was tun bei Rot“.
Wieder in Beziehung mit deinem Kind kommen
Neben der Ursachenerkundung für deine Genervtheit, hilft es dir in dieser Situation am meisten, wenn du wieder in Beziehung zu deinem Kind kommen kannst.
Das ist nicht unbedingt einfach, denn du hast ja diese Gedanken und Gefühle, die gerade so präsent sind. Doch es lohnt sich. Denn auch wenn es sich vielleicht gerade nicht so anfühlt, so werdet ihr euch alle wieder besser fühlen.
Die Bindung wieder herzustellen sollte immer in der Verantwortung des Erwachsenen liegen, denn das kindliche Gehirn hat dazu noch gar nicht so viele Möglichkeiten.
Genau darum geht es bei Co-Regulation: dein Nervensystem reguliert das deines Kindes mit, solange seines das alleine noch nicht schafft.
Die folgenden Schritte und Ideen können dir dabei helfen:
1. Energie tanken, etwas für dich tun, Unterstützung holen
Wenn du nur noch genervt bist und dein Kind nicht mehr ertragen kannst, dann schau erst mal für dich, wenn möglich. Manchmal gibt es Situationen, da musst du für dein Kind da sein, auch wenn es kaum mehr geht.
Doch stelle dich schon darauf ein, dass du in der nächsten Möglichkeit etwas für dich tust und Energie tankst. Und schaffe generell viel früher in deinem Tag und deiner Woche Inseln für dein Wohlbefinden.
Denn wenn du nicht mehr kannst und nur noch genervt bist, kannst du auch weniger gut für die anderen da sein. Ganz zu schweigen davon, dass das kein tolles Gefühl ist.
Wenn du keine Fenster hast für Zeit für dich - dann hole dir Unterstützung!
2. Übe dich in Achtsamkeit
Präsent im akutellen Moment Sein - nicht an der Vergangenheit rumgrübeln und nicht ständig was planen - bringt viel Zufriedenheit und Gelassenheit in dein Leben.
Als Eltern haben wir so viel um die Ohren, dass es uns passieren kann, immer schon beim nächsten Schritt zu sein. Das erzeugt Stress und bewirkt, dass wir die Zeit mit den Kindern nicht richtig geniessen können.
Ganz im aktuellen Moment zu sein bringt Ruhe und Entspannung in deinen Tag.
3. Kuscheln, Raufen oder die Hand halten

Nähe schafft Bindung.
Bei körperlichen Berührungen schütten wir das "Kuschelhormon" Oxytocin aus. Es macht, dass wir uns verbundener fühlen und unterstützt unser Wohlbefinden.
4. Gute Absicht
Unterstellen wir unseren Kindern, dass sie uns bewusst herausfordern, so kann dies dazu führen, dass wir schneller genervt sind.
Hilfreicher (und richtiger) ist es, immer davon auszugehen, dass ein Kind für sich etwas positives erwirken möchte. Das Kind handelt nie gegen uns, sondern für sich.
Glaubst du, dein Kind teste deine Grenzen oder wolle einen Machtkampf mit dir austragen. Dann schaue noch etwas genauer hin. Welche Bedürfnisse deines Kindes könnten noch dahinter liegen?
5. Ehrlichkeit gibt Sicherheit
Das heisst aber nicht, dass du nicht genervt sein dürftest. Überhaupt nicht. Es bringt auch nichts, wenn du dein Genervt Sein verstecken möchtest, dein Kind spürt es sowieso*.
Ehrlichkeit stärkt eure Bindung indem es Sicherheit spendet.
Du kannst deinen Kindern sagen, dass du genervt bist - ohne einen Vorwurf zu machen. Denn deine Kinder sind nicht die Ursache deiner Genervtheit, sondern ein möglicher Auslöser.
Versteckst du diese Gefühle auch nicht vor dir selbst, sondern schaust etwas genauer hin, so kannst du viel daraus lernen.
6. Nimm dir Zeit
Eile führt zu Konflikten und "sofort" ist für Kinder schwierig.
Ihr Zeitgefühl ist noch nicht so gut. Plane genug Zeit ein und erinnere dein Kind mehrmals in regelmässigen Zeitabständen, dass es bald losgeht (zum Beispiel 5, 3 und 1 Minute vorher).
7. Eine klare Linie
Werde dir selbst darüber bewusst

- was deine Ziele sind
- wie du wahrgenommen werden möchtest
- was dir wichtig ist
- wo deine Grenzen sind
- was deine Bedürfnisse sind
Wenn du in dir selbst klar bist, dann kannst du auch klar gegen aussen kommunizieren. So gelingt es den Fokus auf die Dinge zu lenken, die dir wirklich wichtig sind und du vermeidest Konflikte wegen unwichtiger Gründe.
8. Deinem Kind Vertrauen schenken
Schenke deinem Kind Vorschuss-Vertrauen.
Vertraue ihm, dass es
- mit dir kooperieren will, aber gerade nicht kann.
- sein bestes gibt.
- in einer Notsituation ist und nicht nur "so tut als ob".
- sich Mühe gibt.
9. Blickwechsel auf das Gute
Erstelle eine Liste, was dein Kind alles tolles getan hat heute. Schreibe dir jeden Tag 10 Dinge auf, die du an deinem Kind wundervoll fandest, die es hervorragend gelöst hat, wo du stolz warst und es mit dir kooperiert hat.
Denn ganz bestimmt gab es ganz viele solcher Momente, nur hast du diese übersehen, weil du so sehr auf die negativen Dinge konzentriert warst. Ändere deinen Blick auf das, was schon gut läuft. So ist es möglich entspannter auf die anderen Bereiche zu schauen.
Zusatztipp: Den Gedanken "ich kann mein Kind nicht mehr ertragen" ziehen lassen
Wenn du dich schon ein bisschen mit diesem Thema Gefühle auseinandergesetzt hast, dann hast du vielleicht schon gehört, dass diese meist nur durch dich hindurchfliessen, wenn du sie lässt, und dann weiterziehen.
Wenn nicht, findest du den Gedanken möglicherweise ungewohnt.
Gefühle bleiben vor allem so lange bei uns hängen, wenn wir sie versuchen wegzudrücken. Das klappt nicht und in diesem Fall das Genervt Sein bleibt bei uns, bis wir uns ihm zuwenden.
Die Schwierigkeit ist, dass viele von uns nicht gelernt haben unsere Gefühle fliessen zu lassen. Wir unterdrücken ganz viele Emotionen und so halten wir sie fest. Mir geht das nicht anders, auch ich habe mir das so angewöhnt und ich arbeite schon länger daran meine Emotionen zuzulassen.

Wie fast alles im Leben ist auch das Fliessen Lassen der Gefühle eine Übungssache. Das hilft dir nicht nur mit dem genervt sein, sondern mit allen Emotionen.
Diese Fähigkeit ist nicht nur super im Umgang mit deinen Kindern, sondern in jeder Lebenslage. Denn Emotionen gibt es immer. Dazu kannst du deinen Kindern so einen guten Umgang mit Gefühlen vorleben und sie werden dann hoffentlich als Erwachsene viel einfacher haben damit.
Lässt du den Gedanken "ich kann mein Kind nicht mehr ertragen" zu und schaust dahinter. Dann kannst du diesen auch viel leichter wieder ziehen lassen.
Bedanke dich für die Information, welche du von dem Gedanken und deinem Genervt Sein bekommen hast und schicke sie dann wieder los.
Artikel aus 2021, Überarbeitet 2023 und Dezember 2025
Wo bekomme ich Unterstützung, wenn es bei uns immer wieder schwierig wird?
Lesen hilft beim Verstehen. Im eigenen Alltag umsetzen ist der schwierigere Teil und genau dabei begleite ich Eltern.
In einer Einzelsession schauen wir auf deine Muster und Auslöser: was hinter deiner Genervtheit steckt und wie du wieder in Verbindung mit deinem Kind kommst. Wenn dir Schreiben leichter fällt, geht das auch in der Flexiblen Begleitung per Nachricht oder Sprachnachricht.
Du bist nicht sicher, was zu dir passt? Unter hallo@goniboller.ch erreichst du mich direkt. Du erzählst mir kurz, wo es gerade hakt. Dann schauen wir zusammen, welches Angebot zu euch passt.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Gedanke „ich kann mein Kind nicht mehr ertragen“?
Er bedeutet, dass deine Belastungsgrenze erreicht ist, nicht, dass du dein Kind nicht liebst. Der Gedanke ist eine Zustandsmeldung deines Nervensystems und meint fast immer diesen Moment oder diese Phase, nicht dein Kind als ganzen Menschen. Sehr viele Eltern kennen ihn, die meisten sprechen nur nicht darüber.
Was kann ich tun, wenn ich mein Kind gerade nicht mehr aushalte?
Sorge zuerst für dich, sobald es die Situation zulässt, und stell dir vor allem eine Frage: Was fehlt mir gerade wirklich? Danach hilft alles, was Nähe wieder möglich macht, ohne dass geredet werden muss, also nebeneinander sitzen, Hand halten, gemeinsam etwas Sinnloses tun. Reden könnt ihr, wenn beide Systeme wieder unten sind.
Ist es normal, das eigene Kind manchmal nicht zu mögen?
Ja. Ambivalenz gehört zu jeder nahen Beziehung, und Elternschaft ist die engste, die es gibt. Liebe und akute Genervtheit schliessen sich nicht aus, sie liegen nur unangenehm nah beieinander.
Warum bin ich von meinem Kind schneller genervt als andere Eltern?
Weil die Ausgangslage nie dieselbe ist. Reizempfindlichkeit, Schlafmenge, Unterstützung im Alltag, eigene Kindheitserfahrungen und das Nervensystem deines Kindes spielen alle mit. Kennst du ein Kind, kennst du ein Kind, und dasselbe gilt für Eltern.
Wann sollte ich mir professionelle Unterstützung holen?
Wenn der Gedanke über Wochen bleibt, wenn du dich dauerhaft leer fühlst, wenn du dich zurückziehst oder wenn du Angst vor deinen eigenen Impulsen hast. Erste Anlaufstellen sind die Hausärztin oder der Hausarzt, die Mütter- und Väterberatung und, wenn es akut ist, ein Elternnotruf. Das ist kein Versagen, sondern eine Entlastung, von der auch dein Kind etwas hat.
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Goni Boller ist Beraterin und Coach für Eltern von sensiblen, gefühlsstarken, wilden und neurodivergenten Kindern. Sie begleitet Familien dabei, zu verstehen, wie bei ihnen alle ticken, und Lösungen zu finden, die für alle passen. Damit der Alltag wieder mehr Spass macht und die Familie zusammenhält. Es geht dabei nicht nur um Ideen für den Umgang mit dem Kind, sondern auch um die eigenen Prägungen und Trigger, die oft genau dann im Weg stehen, wenn Eltern eigentlich anders reagieren möchten.
Selbst neurodivergent und Mutter von zwei gefühlsstarken Jungs kennt Goni diesen Familienalltag nicht nur aus der Theorie. Dazu kommt ihr Wissen aus der Coachingausbildung, aus der kindlichen Entwicklung und aus ihrem naturwissenschaftlichen Hintergrund. Als Coach arbeitet sie seit 2018. Mit ihrer Familie lebt sie im Aargau in der Schweiz.