Auf meiner To-Do-Liste stehen Pflichten, Aufgaben, zu Erledigendes. Dabei fallen die Dinge manchmal oft etwas hinten runter, die ich wirklich machen, erleben und erledigen will: mit meinen Kindern, für mich und in meiner Arbeit. Darum schreibe ich nun eine To-Want-Liste für diesen Herbst. Ich versuche ich darin zum ersten Mal und teile sie hier, weil ich glaube, dass sie gerade für Eltern ein spannendes Werkzeug sein kann.

Was ist eine To-Want-Liste?

Eine To-Want-Liste ist eine Liste mit Dingen, die du in den nächsten Wochen tun willst, und zwar aus Lust und Überzeugung statt aus Pflicht. Die Idee stammt ursprünglich aus dem Buch „Das 12-Wochen-Jahr“, bekannt gemacht hat den Namen im deutschsprachigen Raum vor allem die Bloggerin Judith Peters.

Inspiriert haben mich die Listen von Miriam Michaelsen, von MosaIQ, bei ihr bin ich im wundervollen Club der Umsetzerinnen und Anita Schwarz. Ich mag besonders, dass Anita in Jahreszeiten denkt statt in Quartalen. Das passt zu mir, weil ich so viel Zeit draussen verbringe.

Einmal im Monat schaue ich auf die Liste und markiere, wie es steht, Tasks streichen ist dabei ausdrücklich erlaubt, weil man manchmal erst unterwegs merkt, dass man etwas doch nicht will und meine Motivation für ein Thema kann sich rasch verändern (Scanner-Persönlichkeiten kennen das).

Was will ich diesen Herbst mit meinen Kindern erleben?

Vor allem viel Zeit draussen, mit Bewegung, das kühlere Wetter für mehr Lesen, Basteln und Spiele nutzen. Gleichzeitig möchte ich versuchen um die Kinder noch etwas bewusster unterwegs zu sein, statt im "Funktionier-Modus".

  • Jede Woche sind wir mindestens zwei halbe Tage zusammen draussen.
  • Die Kinder wählen selbst ein Herbstthema, an dem wir im Homeschooling dranbleiben.
  • Wir tanzen und toben öfter, wenn die Stimmung langsam zu kippen beginnt.
  • Ich lese den Kindern „Die unendliche Geschichte“ vor.
  • Wir sammeln gemeinsam Pilze im Wald.
  • Ich erstelle eine neue Fantasiereise für meine Kinder mit einem Herbstthema.

Was will ich diesen Herbst für mich selbst tun?

Ich möchte mir mehr Zeit für mich allein nehmen, um genügend regenerieren zu können und wieder mehr bei meinen eigenen Gefühlen bleiben.

  • Ich gehe zwei Mal pro Woche alleine spazieren.
  • Ich erde mich jedes Mal, wenn ich durch einen Türrahmen gehe und setze mir eine Intention für den nächsten Raum.
  • Ich zeichne wieder regelmässig.
  • Ich meditiere jeden Tag, auch wenn es nur ein kurzer Bodyscan ist.
  • Ich nehme mir pro Woche einen Abend ohne Bildschirm.
  • Ich fokussiere mich wieder mehr darauf, aufkommende Gefühle durchzuspüren, statt mich abzulenken. Beispielsweise bei Unsicherheit.

Was will ich diesen Herbst beruflich erreichen?

Beruflich steht im Herbst vor allem mein neues Workbook im Zentrum und ich möchte noch mehr zeigen, was ich alles anbiete und wobei ich Eltern unterstützen kann.

  • Das „Workbook mit den Stellschrauben“ erscheint im November.
  • Ich lese jeden Monat ein Fachbuch und stelle es im Blog vor.
  • Ich frage die ersten Verlage für mein Nachfolgebuch an.
  • Der Rucksack-Kurs ist so weit vorbereitet, dass er im Januar starten kann.
  • Abwechselnd erscheint jede zweite Woche ein Aha aus dem Alltag oder eine Buchempfehlung.
  • Ich bin Gast in einem Podcast.
  • 100 neue Menschen abonnieren meine Nervennahrung.
  • Ich begleite 2 neue Kundinnen mit ihren Website-Projekten.
  • Ich erstelle das Skript und die Kursplanung für meinen Dozenten-Tag im Lehrgang für ADHS und Neurodiversität.

Wie schreibe ich als Mutter oder Vater meine eigene To-Want-Liste?

Nimm dir eine Viertelstunde, einen Zettel und schreib auf, was du in den nächsten zwölf Wochen wirklich willst, für dich, mit deinen Kindern und in deinem Beruf.

Gerade als Eltern von gefühlsstarken, sensiblen oder neurodivergenten Kindern rutschen die eigenen Wünsche oft ganz nach hinten. Eine To-Want-Liste holt sie wieder ein bisschen nach vorne. Diese Fragen können dir beim Schreiben helfen:

  • Was möchte ich diesen Herbst mit meinem Kind erleben, einfach weil es schön ist?
  • Was würde mir selbst guttun, wenn ich es nur ein bisschen öfter machen würde?
  • Was will ich beruflich anpacken oder ausprobieren?
  • Was mache ich gerade nur, weil ich glaube, ich müsse? Darf das von der Liste?

Ein paar Ideen, damit die Liste hirnfreundlich bleibt:

  • Klein anfangen. Lieber fünf Punkte, auf die du dich freust, als zwanzig, die Druck machen.
  • Das Kleinste mitdenken. „Ich meditiere jeden Tag, auch wenn es nur ein kurzer Bodyscan ist“ trägt an schlechten Tagen besser als ein grosses Ziel.
  • Einmal im Monat draufschauen und nachsichtig bleiben. Verschieben und streichen ist Teil davon.
  • Die Liste sichtbar aufhängen, zum Beispiel am Kühlschrank oder neben dem Bett.

Und wenn du magst: Schreib mir an hallo@goniboller.ch, was auf deiner Liste steht. Ich freue mich riesig darüber. Hast du einen eigenen Blog, setz den Link zu deiner Liste in die Kommentare, dann komme ich gerne lesen.

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Wie unterstütze ich Eltern dabei, wieder Raum für sich zu finden?

Wenn dir beim Schreiben auffällt, dass für dich selbst kaum etwas übrig bleibt, weil der Alltag mit deinem Kind so viel Kraft braucht, dann ist genau das mein Thema. In meiner Begleitung schauen wir gemeinsam, was hinter den schwierigen Situationen steckt, an welchen Stellschrauben ihr drehen könnt und wie du dabei selbst wieder mehr Boden unter den Füssen bekommst.

In einer Einzelsession schauen wir gemeinsam, wo bei euch Kraft verloren geht und wie wieder Raum für dich entsteht. Ohne festen Termin begleite ich dich in der Flexiblen Begleitung per Nachricht oder Sprachnachricht.

Welches Angebot zu dir passt, klären wir auch gerne per Mail. Unter hallo@goniboller.ch erreichst du mich direkt mit ein paar Sätzen zu dem, was euch gerade beschäftigt.